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Wenn die Miete zu hoch ist

Die Höhe des Mietzinses ist immer ein großes Thema, und dort, wo das Mietrechtsgesetz volle Anwendung findet, kann der Mietzins auch nach Abschluss des Mietvertrages noch auf die gesetzlich zulässige Höhe überprüft werden. Außer dem Lagezuschlag muss im Mietvertrag derzeit leider nicht angegeben werden, warum der Mietzins eine bestimmte Höhe hat. Mieter wissen deshalb oft nicht, wie die Miete berechnet wird. Aber Achtung: bei unbefristeten Verträgen gilt eine Frist von drei Jahren ab Vertragsabschluss für die Mietzinsüberprüfung. Bei befristeten Mietverhältnissen gibt es eine 10-jährige Verjährungsfrist, allerdings mit der Auflage, dass ab dem Moment der Vertragsauflösung bzw. der Umwandlung in einen unbefristeten Vertrag der Antrag auf Mietzinsüberprüfung innerhalb von sechs Monaten gestellt worden sein muss. Beispiele für Zu- oder Abschläge zum Richtwertmietzins liefert derzeit nur die Rechtsprechung. Einen verbindlichen gesetzlichen Katalog dazu gibt es nicht. Fehlt zum Beispiel das Badezimmer in einer Mietwohnung ist ein Abschlag von 50% vom Richtwert vorzunehmen. Fehlt das Ausstattungsmerkmal Heizung, ist vom Richtwert ein Abschlag von 25% vorzunehmen. Eine klare Regelung dieser Zu- und Abschlage sowie deren betragsmäßige Begrenzung würden zu einer erhöhten Transparenz und in Folge besseren Überprüfbarkeit der Mietzinse führen.