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Wenn in der Wohnung Schäden auftreten

Schäden in der Wohnung? Ein plötzlicher Wasserrohbruch? Was man tun soll damit man keine Probleme mit dem Vermieter bekommt, erfährst du hier!

Tritt ein ernster Schaden in der Mietwohnung oder an allgemeinen Teilen des Hauses auf, ist eine schriftliche Meldung an den Vermieter bzw. die Hausverwaltung notwendig. Die Schriftlichkeit wird empfohlen da ein Anruf allein später, wenn es zu einem Folgeschaden gekommen ist, und über Haftungen gestritten wird, meist nur sehr schwierig nachgewiesen werden kann.

Bei ernsten Schäden trifft den Vermieter die Erhaltungspflicht und zwar im Bereich Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes sogar völlig verschuldensunabhängig. Ziel dieser Regelung ist es, dass der Schaden so früh wie möglich behoben wird, vor allem um die Bausubstanz zu schützen.

Wenn der Schaden direkt in der Wohnung eingetreten ist, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden: Sichtbare Schäden sind zu fotografieren und die Fotos der schriftlichen Schadensmeldung beizufügen. Bei einem Wassergebrechen der Wohnung ist Schnelligkeit gefordert, da aufgrund der Feuchtigkeit die Gefahr des Schimmels besteht. Bei einem Gasschaden empfiehlt sich selbstverständlich unabhängig von rechtlichen Ansprüchen das Gaswerk bzw die Feuerwehr zu benachrichtigen, denn Gasrohrbrüche könnten in einer Katastrophe münden.

Daneben besteht ab dem Moment, wo ein Schaden zu einer wesentlichen Gebrauchsbeeinträchtigung der Wohnung führt auch ein Recht auf Mietzinsminderung. Da jede Minderzahlung des Mietzinses aber auch zu einer Mietzins- und Räumungsklage führen kann, wird empfohlen diesen Schritt immer vorab im Rahmen einer individuellen Rechtsberatung abzuklären.